Aktueller
 
NEUBAU VON 9 EINFAMILIENHÄUSERN IN GRÜNWANGEN2018-09-27
In Deggenhausertal-Grünwangen entsteht ein kleines Wohnquartier, bestehend aus 9 Reihen- und Doppelhäusern.
Baubeginn Frühjahr 2019
Wohnflächen von ca 140 bis 160 m²
Hochwertige Bauausführung / Aussenanlagen incl.
KFW-40 Effizienzhaus-Standard

Gerne Überlassen wir Ihnen ein Expos© und weitere Informationen. Objektpräsentation: NOCH 3 HÄUSER FREI!
 
Das Neubauprojekt in Frickingen, Kirchstraße 20 2017-09-06
In zentraler Lage von Frickingen entsteht ein Wohnprojekt mit 12 ansprechenden Eigentumswohnungen und 2 Gewerbeeinheiten.

ALLE WOHNUNGEN VERKAUFT

Gerne überlassen wir Ihnen ein Expose© und weitere Informationen.
 
NEUBAU VON 4 EINFAMILIENHÄUSERN IN SALEM-NEUFRACH (VERKAUFT)2017-04-27
BAUBEGINN 11/2016 => EXPOSE
 
Wie wollen wir in Zukunft wohnen?2015-12-28
Während auf dem Land mittlerweile Häuser leer stehen und ganze Dörfer vom Aussterben bedroht sind, lässt sich in den großen deutschen Städten genau das Gegenteil beobachten: Die Nachfrage wächst stetig, der Wohnraum wird knapper, und die Suche nach einem bezahlbaren Zuhause gestaltet sich für viele Menschen immer schwieriger.

Grund dafür ist nicht zuletzt, dass die Zahl der Alten im Verhältnis zu den Jungen Überproportional zugenommen hat. Und dass die wenigen jungen Menschen, die ihr Berufsleben noch vor sich haben, nach dem Schulabschluss oder spätestens im Anschluss an die Berufsausbildung ihr Heimatdorf verlassen, um ihr Glück in der Stadt zu versuchen.

–  Kleine Apartments statt großer Wohnungen Problematisch ist dabei nicht nur, dass in Deutschlands Metropolen insgesamt zu wenig neuer Wohnraum geschaffen wird / viele Planungen gehen am Bedarf vorbei. Denn da es vielfach junge Leute und Singles in die Stadt zieht, werden Ein- bis Zwei-Zimmer- Apartments benötigt und keine großen Wohnungen, die Platz für fünfköpfige Familien bieten. Schon heute lebt in fast jedem zweiten Haushalt nur noch eine Person. Und durch die zunehmende Individualisierung wird dieser Trend wohl weiter anhalten. Gefragt sind demnach Lösungen, die zu der so genannten Generation der Berufsnomaden passen, die jeweils auf absehbare Zeit den Arbeitsplatz und den Wohnort wechselt.
–  Trend zu Flexibilität und Öffentlichkeit Während das Zuhause bis vor ein paar Jahren noch gleichbedeutend war mit Beständigkeit und Rückzug, ist heute ein ganz anderes Verständnis vom Wohnen erkennbar. Wohnen, Essen und Kochen finden vielfach nicht mehr getrennt voneinander statt. Aus der ehemaligen "Nasszelle" werden häufig kleine, feine En-Suite-Bäder, die sich direkt ans Schlafzimmer anschließen oder gleich in diesen Raum integriert werden. Privat- und Berufsleben verschwimmen immer mehr, so dass die Digitalisierung, die aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken ist, allmählich auch in unsere Häuser einzieht. So machen uns beispielsweise Mediatheken und Streaming- Dienste unabhängig vom Fernsehprogramm. Wer auf der Suche nach einem schönen Ziel für den nächsten Urlaub ist, wird bei einem der zahlreichen Internetreiseportale fündig. Und falls man am Wochenende einen Geistesblitz für das Teammeeting am kommenden Montag hat, loggt man sich schnell und bequem ins Firmennetz ein und schreibt ihn auf seine To-Do-Liste. Das allerdings ist erst der Anfang. Denn längst kommunizieren nicht mehr nur Menschen über das World Wide Web. Neu ist, dass das sogenannte "Internet der Dinge" in unsere Häuser einzieht und auch sämtliche Geräte miteinander vernetzt sind.
–  Energieeffizienz und Klimaschutz Parallel dazu entwickelt sich ein völlig neues Engagement in Sachen Umwelt- und Ressourcenschonung. Seit die Bundesregierung die Energiewende beschlossen hat, wird bei Neubau und Modernisierung auf erneuerbare Energien wie zum Beispiel Sonne, Erdwärme und Windkraft gesetzt. Denn im Gebäudebereich, der in Europa rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs ausmacht, bestehen hohe Einsparpotenziale. Neben optimierten Techniken zur Gebäudebeheizung, -lüftung und zur -kühlung wird außerdem auf eine verbesserte Gebäudehulle gesetzt. Die drei großen Ziele lauten: Aus-bau der erneuerbaren Energien, Steigerung der Energieeffizienz und Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen. Ein derzeit beliebtes Schlagwort in der Immobilienbranche ist das so genannte "Green Building", welches sich durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material auszeichnet. Gleichzeitig sollen schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt so weit wie möglich reduziert werden.
–  Förderung durch den Staat Damit Deutschland seine ehrgeizigen Ziele beim Energiesparen und beim Klimaschutz erreichen kann, setzt der Staat auf verschiedene Fördermaßnahmen, die in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen in Anspruch genommen werden können. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehören zu den größten Fördermittelgebern. Sie beraten und unterstützen beim energieeffizienten Neubau und bei energetischen Sanierungen. So können Bauherren und Modernisierer Konto und Umwelt schonen.

(Quelle: Haus & Grund; Katrin Täubig
 
Wohnungsgeberbestätigung bei An- und Abmeldung erforderlich - Bekämpfung von Scheinanmeldungen2015-12-28
AB 1. November 2015 tritt das neue Bundesmeldegesetz in Kraft. Es regelt die Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers, d. h. des Vermieters bei der melderechtlichen An- und Abmeldung des Mieters neu. Diese Pflicht gab es früher schon einmal, ist dann aber 2002 abgeschafft worden. In der Folge konnte sich jede Person in jeder Wohnung anmelden, ohne dass die Behörde prüfen konnte, ob die Person dort tatsächlich wohnt oder wohnen darf.

Um Scheinanmeldungen einen Riegel vorzuschieben, wird nun die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters wieder eingeführt. Ohne diese Bestätigung wird eine melderechtliche An- oder Abmeldung bei den Bürgerdiensten der Stadt nicht mehr möglich sein.

Der Wohnungsgeber muss demnächst innerhalb von zwei Wochen seinen Mietern den Ein- und Auszug bestätigen. In dieser Bestätigung müssen der Name und die Anschrift des Wohnungsgebers, das Ein- oder Auszugsdatum, die Anschrift der Wohnung sowie der Name der meldepflichtigen Mieter enthalten sein. Entsprechende vorgefertigte Formulare werden rechtzeitig vor dem 1. November bei den Meldebehörden erhältlich sein. Wer möchte, kann die Bestätigung auch unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen elektronisch gegenüber der Meldebehörde erteilen. Dem Wohnungsgeber wird hierbei von der Meldebehörde ein bestimmtes Zuordnungsmerkmal zugewiesen, das er dem Mieter mitteilen muss. Dieses muss der Mieter bei seiner An- oder Abmeldung angeben.

Doch die Bestätigung ist nicht die einzige Pflicht, die den Vermieter trifft. Der Eigentümer oder Wohnungsgeber muss der Meldebehörde zusätzlich auf Anfrage Auskunft über die Personen erteilen, die bei ihm wohnen oder gewohnt haben.

Der Haus & Grund Verlag rät den Vermietern, unbedingt ihrer Mitwirkungspflicht bei der An- und Abmeldung der Mieter nachkommen. Wer sich weigert, die Bestätigung rechtzeitig auszustellen, muss von den betroffenen Mietern bei der Meldebehörde gemeldet werden. Diese wird dann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1.000 Euro erlassen. Das gleiche Bußgeld droht Wohnungsgebern, wenn sie der Meldebehörde auf Anfrage keine Auskunft über die in der Wohnung lebenden Personen erteilt. Außerdem ist es verboten, jemandem eine Wohnung für eine Anmeldung zur Verfügung zu stellen, obwohl ein tatsächlicher Bezug der Wohnung nicht stattfindet und auch nicht geplant ist. Ein Verstoß gegen dieses Verbot kann besonders teuer werden: Er kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Neben den vorgenannten Pflichten, enthält das neue Melderecht aber auch Rechte für den Wohnungsgeber. So darf sich dieser bei der zuständigen Meldebehörde erkundigen, ob sich die Mieter mittels seiner Bestätigung an- oder abgemeldet haben. Zudem muss dem Eigentümer oder Wohnungsgeber die Meldebehörde unentgeltlich Auskunft erteilen, welche Personen in seiner Wohnung gemeldet sind, wenn der Wohnungsgeber ein entsprechendes rechtliches Interesse glaubhaft macht.

(Quelle: Haus u. Grund)
 
BAUBEGINN IN SALEM-NEUFRACH AM 13.11.20152015-12-28
 
NEUBAU WOHNUNGSPROJEKT IN SALEM-NEUFRACH (VERKAUFT)2017-04-27
Alle Wohnungen verkauft. Fertigstellung ca. Juni 2017

=> Videopräsentation
 
Rauchwarnmelder: Mieter müssen die Installation dulden2015-03-10
Die Installation von Rauchwarnmeldern in einer Mietwohnung stellt keine Modernisierung dar. Ein Vermieter muss sie deshalb nicht ankündigen und ein Mieter muss die Anbringung von Rauchmeldern dulden. Dies entschied das Landgericht Halle im Juni 2014.

Ein Vermieter wollte Rauchwarnmelder in seiner Mietwohnung anbringen. Der Mieter war der Ansicht, dass dies eine Modernisierung darstelle, der er zunächst zustimmen müsse. Zudem hatte er bereits auf eigene Kosten Rauchwarnmelder im Jahr 2009 eingebaut. Da der Mieter nicht einsichtig war, reichte der Vermieter eine Klage auf Duldung ein. Mit Erfolg! Der Einbau von Rauchwarnmeldern kann durch Einsatz leichter Klebe- und Bohrtechniken durchgeführt werden. Lärm- und Staubentwicklung sind ausgeschlossen.

Eine irgendwie unzumutbare tatsächliche Härte bei der Umsetzung der Anbringung der Rauchwarnmelder ist schließlich nicht ansatzweise zu erkennen, wenn beim Einbau von ca. 15 Min unter Einsatz von lediglich leichter Klebe und Bohrtechnik vorgegangen wird.

Wenn ein Mieter eigenmächtig bereits Rauchmelder eingebaut hat, erfüllt er nicht die Pflichten des eigentlichen Bauherrn. Vielmehr hätte der Mieter einen Anspruch auf Einbau gegen den Vermieter.

Bei der Anbringung von Rauchwarnmeldern handelt es sich um eine duldungspflichtige Maßnahme, die wegen des geringfügigen Eingriffes eine Bagatellmaßnahme gemäß Â§ 555 c Abs. 4 BGB darstellt und deshalb keiner Modernisierungsankündigung bedarf.

Schon allein dadurch, dass keine Mieterhöhung erfolgt, entfällt der wirtschaftliche Härtegrund, da lediglich eine Umlage auf die Betriebskosten erfolgt (LG Halle, Urteil v. 30.06.14, Az. 3 S 11/14).
 
Garantiezinsen für Lebensversicherungen sinken2015-03-10
Bis vor einigen Jahren waren Lebensversicherungen vor allem für Immobilienkäufer interessant, die diese zur Kapitalanlage erwarben:
Hypothekendarlehen konnten so gestaltet werden, dass während der gesamten Laufzeit keine Tilgung stattfand und somit über die gesamte Laufzeit gleich bleibend hohe Zinsen steuerlich geltend gemacht werden konnten. Getilgt wurden solche Darlehen am Ende der Laufzeit über eine gleichzeitig laufende endfällige Lebensversicherung. Deren Kapitalerträge waren für alle bis zum 31. Dezember 2004 geschlossenen Verträge nach einer Laufzeit von mindestens 12 Jahren steuerfrei. Inzwischen sind die Erträge nur noch zur Hälfte steuerfrei, sofern die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr des Versicherungsnehmers erfolgt. Das bedeutet: Diese Finanzierungsvariante ist heute nur noch dann attraktiv, wenn die Auszahlung im Rentenalter erfolgt und der Versicherte im Jahr der Auszahlung von einem niedrigen Steuersatz profitiert. Ab dem 1. Januar 2015 wird diese Finanzierungsform noch unattraktiver: Der Garantiezins für neu abgeschlossene Lebensversicherungen wird von 1,75 auf 1,25 Prozent sinken. Grund hierfür sind die allgemein niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt. Altverträge sind von dieser Änderung nicht betroffen.

Auch die Ausschüttung von Bewertungsreserven wird beschränkt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert einer Kapitalanlage der Versicherungsgesellschaft über dem ehemaligen Anschaffungswert liegt. Laut Gesetz müssen Versicherungsnehmer an diesen Reserven anteilig beteiligt werden, wenn ihre Lebensversicherung ausgezahlt wird. Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase entstanden paradoxerweise hohe Bewertungsreserven, da zum Beispiel alte Anleihen im Bestand der Versicherungsgesellschaft mit hoher Verzinsung aktuell einen höheren Markt- als Nennwert haben. Damit die Lebensversicherer auch künftig ihren Verpflichtungen nachkommen können, wird die Ausschüttung der Bewertungsreserven eingeschränkt.
 
Vorläufig keine Erbschaftsteuer für Immobilienerben2014-05-07
Haus & Grund rät, genau zu kalkulieren

Grundsteuern steigenZahlreiche Immobilienerben müssen vorerst auf Antrag keine Erbschaftsteuer mehr zahlen. Dies betrifft diejenigen Erben, die eine geerbte Immobilie verkaufen oder eigenes Vermögen einsetzen müssten, um die Steuerschuld zu begleichen. Gleiches gilt im Falle einer Immobilienschenkung. Darüber informiert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit Bezug auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. II B 46/13).

Das oberste deutsche Steuergericht hatte entschieden, dass der Vollzug eines Erbschaftsteuerbescheides wegen eines beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahrens zum Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz auf Antrag auszusetzen oder aufzuheben ist, sofern der Steuerpflichtige neben dem erworbenen immobilen Vermögen nicht auch noch flüssige Mittel wie Bargeld erbt, um die Steuer zu begleichen. Haus & Grund rät allerdings, genau zu kalkulieren, ob sich der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung des Bescheides lohnt. Sollte nämlich das Bundesverfassungsgericht das entsprechende Gesetz für verfassungskonform halten oder lediglich für die Zukunft verwerfen, müssten auf die fällige Erbschaftsteuer zusätzlich sechs Prozent Zinsen pro Jahr gezahlt werden.

Der Fall: Eine geschiedene Ehefrau hatte von ihrem verstorbenen Mann eine lebenslange monatliche Rente von etwa 2.700 Euro geerbt. Das Finanzamt forderte hierfür Erbschaftsteuer in Höhe von 71.000 Euro, die zunächst entrichtet wurden. Im anschließenden Einspruchsverfahren machte die Erbin unter Hinweis auf einen Vorlagebeschluss des BFH zur Erbschaftsteuer (Az. II R 9/11) die mögliche Verfassungswidrigkeit der Erbschaftsteuer geltend und beantragte die Aussetzung der Vollziehung der Erbschaftsteuerfestsetzung. Das Finanzamt lehnte den Antrag ab. Der BFH entschied hingegen, dass die Vollziehung des Erbschaftsteuerbescheides auszusetzen ist, da an dessen Rechtmäßigkeit ernstliche Zweifel beständen und der Steuerpflichtige eigenes Vermögen einsetzen oder die erworbenen Gegenstände versteuern oder belasten müsse, um die Steuer zahlen zu können.

Veröffentlichung von Haus und Grund / 09.01.2014
 
NEUBAUPROJEKT: BERMATINGEN / AM SCHLEHENHANG2015-04-24
Weitere Informationen unter Immobilien / Wohnungen:

Video-Präsentation Bauprojekt AM SCHLEHENHANG

Alle Wohnungen u. Häuser verkauft!
 
Kündigungsgrund Zigarette - geht es wirklich so einfach?2013-09-18
Nach dem Amtsgericht Düsseldorf muss ein Raucher seine Mietwohnung verlassen, da sich mehrere Hausbewohner über den Zigarettenrauch und die Geruchsbelästigung im Treppenhaus beschwert.
Und was passierte nach dem Urteil? Bei den Anwälten liefen die Telefone heiß. Die Medien hatten dieses Urteil schnell verbreitet, jedoch leider nicht zwischen den Zeilen gelesen.
Für Sie als Vermieter ist es wichtig zu wissen, dass Sie natürlich nicht ohne weiteres wegen Rauchbelästigungen einem Mieter kündigen dürfen. Das Amtsgericht stellte zunächst fest, dass der Raucher selbstverständlich in seiner Mietwohnung rauchen darf. Der Vermieter muss allerdings nicht dulden, dass der Rauch ins Treppenhaus zieht und weitere Mieter belästigt (Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 31.7.2013, Az. 24 C 1355/13).

Aber: Der Knackpunkt liegt in der Praxis doch in der Beweisbarkeit der Geruchsbelästigungen!
Und das musste das Gericht erst gar nicht untersuchen. Die Rechtsanwältin des Mieters hatte verspätet bestritten, dass eine Geruchsbelästigung überhaupt vorlag. Damit war der Vortrag der Vermieterin unstreitig zu Grunde zu legen. Das jedoch wird in fast allen anderen Fällen anders sein.
 
FOCUS-MONEY nennt Häuslebesitzern zehn Gründe, warum die Immobilienpreise steigen werden2013-07-22
Deutschland wird zur Nation der Häuslebauer - dank niedriger Zinsen, magerer Renten und der Euro-Krise. Zehn Gründe, warum die Preise weiter steigen werden - und die Angst vor einer Blase unbegründet ist. Liebe vergeht, Hektar besteht - früher waren die Lebensphilosophien simpler gestrickt. Vor allem auf dem Land: Haus, Hof, Ländereien sind beständiger als Liebeleien. Und deswegen waren sie bei der Wahl des richtigen Schwiegersohns auch entscheidender als die Gefühlslage der eigenen Tochter.

Heute dürfen sich die Kinder zwar ihre Liebsten selbst aussuchen. Doch die Deutschen entdecken den Wert der eigenen vier Wände wieder. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und -häusern wächst rapide, die Preise steigen deutlich. Schon geht die Angst vor der Übertreibungen und Preisblasen um.

"Derzeit baut sich keine spekulative Blase am deutschen Immobilienmarkt auf", schreibt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, in einer aktuellen Immobilienstudie. Das Zinsniveau, die Euro-Sorgen, die unsichere Rente - für viele Experten ist der deutsche Immobilienmarkt alles, aber nicht überhitzt. Im Gegenteil: Der Trend dürfte sich fortsetzen.

FOCUS-MONEY nennt Häuslebesitzern und allen, die es werden wollen, zehn Gründe, warum die Immobilienpreise steigen werden.

1. Die Bauzinsen sind niedrig wie nie

Die Republik wird zum Land der Häuslebauer. "Der Trend hin zu den eigenen vier Wänden in Deutschland ist markant", erklären die Experten des IW Köln in der Studie. Rund 46 Prozent aller Wohnungen und Häuser hierzulande werden von den eigenen Besitzern bewohnt, so aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im Jahr 2006 lag die Eigentumsquote noch bei 41,6 Prozent. Das hat vor allem einen Grund: die niedrigen Zinsen. Die eigenen vier Wände werden schlichtweg finanzierbar. Wie eine simple Rechnung zeigt: Wer heute für ein Eigenheim 350 000 Euro benötigt, bekommt den Immobilienkredit zu rekordniedrigen Zinsen von 2,4 Prozent jährlich. Und zwar bei zehnjähriger Zinsbindung. Das sind pro Monat rund 700 Euro. Plus zwei Prozent Tilgung ergibt eine Monatsbelastung von 1280 Euro. Vor fünf Jahren mussten Häuslebauer noch fünf Prozent Zinsen berappen - allein die monatlichen Zinskosten waren mit knapp 1500 Euro also mehr als doppelt so hoch. Im Jahr 2000 kostete das Vergnügen der eigenen vier Wände gar 6,5 Prozent. Zinskosten: 1900 Euro im Monat. Beträge, die für die meisten Normalverdiener, vor allem mit Kindern, nicht zu stemmen waren. Heute gibt es die gleiche Hausfinanzierung also zu etwas mehr als einem Drittel der Kosten. Werden die Zinsen in den kommenden Monaten ruckartig steigen? Unwahrscheinlich. Schließlich sind die Staatsschuldenprobleme weder in Europa noch in Amerika gelöst und die Notenbanken drucken weiter Geld.

2. Grundbuch statt Sparbuch

Des einen Freud, des anderen Leid. Während Häuslebauer jubeln, wird die Suche nach sicheren Zinsen für Sparer und Anleger zur Qual. Selbst deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von mehr als 20 Jahren bieten derzeit nur eine Rendite von rund zwei Prozent jährlich. Papiere mit vier Jahren Laufzeit "locken" mit 0,17 Prozent. Der Anlagenotstand befeuert die Immobiliennachfrage. "Die Euro-Krise hat die Unsicherheit der Anleger verstärkt und die Suche nach Alternativen forciert - Wohnimmobilien in Großstädten gelten als ein sicherer Hafen", notieren die Autoren des IW Köln. Vermietete Wohnungen in guten Lagen bringen Renditen von vier bis sechs Prozent. 3. Angst vor dem Euro-Kollaps

Der Euro vergeht, Hektar besteht. Wer kann schon mit Sicherheit sagen, wie lange es die Gemeinschaftswährung noch gibt? Wenn selbst ein Mitglied der Regierungspartei davon ausgeht, dass die Währungsunion binnen 18 Monaten auseinanderbricht. Natürlich ist das Euro-Ende noch nicht ausgemacht. Dennoch suchen Investoren für ihr Vermögen Schutz bei Sachwerten wie Immobilien. Ein Haus oder eine Wohnung bleibt ein Wert, auch wenn die Griechen oder sogar Spanien final pleitegehen, die Gemeinschaftswährung zerbricht oder die Wirtschaft wieder in die Rezession abdriftet. 4. Die Panik vor der Inflation

Es ist die Urangst der Deutschen. Die Furcht davor ist wahrscheinlich größer als die vor einem Euro-Zusammenbruch: Inflation. Finanzexperten nennen sie gern finanzielle Repression. Denn sie bringt Sparer um ihr Vermögen. Aktuell liegt die Inflationsrate in Deutschland bei zwei Prozent. Ein Vermögen von 10 000 Euro ist bei dieser Teuerungsrate in 15 Jahren nur noch 7500 Euro wert. Sparer verlieren also ein Viertel. Tagesgeld bringt derzeit im Schnitt weniger als 1,4 Prozent jährlich. Damit schaffen Anleger also schon nicht mehr, die aktuelle Geldentwertung auszugleichen. Von einer realen Rendite ganz zu schweigen. Auch in diesem Umfeld führt kein Weg an Sachwerten vorbei. Schließlich erhöht sich langfristig ihr Wert mit der Inflationsrate. 5. Es gibt keine Spekulationsblase

Typisch deutsch. Da steigen die Immobilienpreise endlich mal, schon geht die Angst vor der Überhitzung um. Tatsächlich sind die Immobilienpreise lange Zeit real gesunken. Zwischen 2000 und 2008 lagen die Preisanstiege bei Häusern und Wohnungen unter der Inflationsrate. Im Bundesdurchschnitt erhöhten sie sich zwischen 2003 und 2011 um rund zehn Prozent. Lediglich in Hamburg (plus 31 Prozent), Berlin (plus 39 Prozent) und München (23 Prozent) wurden Immobilien deutlich teurer.

Fazit des IW-Köln-Direktors Hüther: "Die Preise folgen den fundamentalen Faktoren wie den Mieten und den Einkommen, was eine künftige Preiskorrektur nach unten eher ausschließt." Gegen die Spekulationsblase spricht auch: Trotz niedriger Zinsen gibt es keine amerikanischen Verhältnisse, wo Häuser teils komplett ohne Eigenkapital finanziert wurden. Die Kreditbestände für Wohnungskäufe erhöhten sich hierzulande in den vergangenen zehn Jahre um gerade einmal sieben Prozent. In Spanien, wo die Immobilienblase im Zuge der Finanzkrise platzte, stieg das Volumen um mehr als 150 Pozent. "Die Haushalte in Deutschland nutzen jedoch die niedrigen Zinsen vorrangig, um schneller zu tilgen und sich längerfristig abzusichern. Die Eigenkapitalanteile bei der Finanzierung bleiben konstant oder steigen sogar", erklärt Hüther.

6. Wohnraum ist knapp

Gerade in den größeren Städten sind Wohnungen Mangelware. Allein für München rechnen Experten damit, dass sich die Zahl der Einwohner bis 2030 um 15 Prozent erhöht. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) schätzt bis 2015 den Neubaubedarf auf 193 000 Wohnungen und Häuser pro Jahr. Zwischen 2016 und 2020 müssen mindestens 155 000 neue Wohneinheiten jährlich entstehen. Selbst unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der langfristig sinkenden Bevölkerungszahlen hierzulande kommen die Experten des IW Köln zu dem Schluss, "dass die Wohnflächennachfrage noch bis in die 2030er-Jahre konstant sein wird".

7. Es wird immer noch zu wenig gebaut

183 000 Wohungen wurden im vergangenen Jahr fertiggestellt. Das deckt den vom BBSR errechneten Bedarf noch lange nicht. Aber: erstmals seit vielen Jahren steigt die Zahl der gebauten Wohnungen wieder. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 wurden noch 320 000 Wohnungen fertiggestellt. Wegen der hohen Nachfrage und der niedrigen Zinsen rechnen Experten damit, dass auch in den kommenden Jahren mehr gebaut wird. So stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser um 17,5 Prozent. Dennoch überragt die Nachfrage nach wie vor das Angebot. Zu dem Schluss kommen auch die Experten des BBSR.

8. Mehr Menschen sind in Lohn und Brot

Günstigeres Baugeld und höhere Löhne - mehr Menschen schaffen den Sprung in die eigenen vier Wände. Und halten die Nachfrage nach Immobilien hoch. In den vergangenen fünf Jahren stiegen bundesweit die Bruttogehälter um zehn Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Anstieg um mehr als zwei Prozent.

9. Metropolen im Ausland sind viel teurer

Immobilienpreise - ein Schnäppchen? Gerade in München ist es kaum vorstellbar, schließlich beträgt die Kaltmiete für eine 2-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt selten weniger als 1000 Euro: Doch die Wohnkosten in deutschen Städten sind im Vergleich zum Rest der Welt günstig. In Relation zu den Einkommen liegen die Mietkosten weiter unter denen von Städten wie Oslo, Kopenhagen, Rom oder Paris. Damit bleibt in den großen Städten noch Luft für steigende Mieten. Was Immobilien attraktiver macht.

10. Die Rente ist nicht sicher

Die jüngsten Horrorschlagzeilen über die drohende Altersarmut zeigen wieder einmal überdeutlich: Auf die staatliche Rente dürfen sich Bürger nicht verlassen. Vor allem, wenn sie noch 30 Jahre arbeiten müssen. Zu wissen, dass man im Alter in einer abbezahlten Wohnung leben kann, beruhigt. Dass immer mehr Menschen das Eigenheim als Teil der Altersvorsorge sehen, zeigt die Entwicklung bei der Riester-Rente: 80 Prozent aller Neuabschlüsse zuletzt waren Wohn-Riester
 
Mietrechtsreform: Darauf müssen Vermieter achten2013-05-14
Mietpreisbremse, Mietnomadenräumung, energetische Sanierung: Die Mietrechtsreform bringt einige wesentliche Änderungen für Vermieter.

Am 1. Mai tritt das Mietrechtsänderungsgesetz in Kraft Die Mietrechtsreform bringt einige Änderungen für Mieter und Vermieter.
Das Mietrechtsänderungsgesetz (MietRändG) gilt ab 1. Mai. Für Vermieter ergeben sich einige wichtige Änderungen.

1. Duldungspflicht von Modernisierungen
Bisher konnten Mieter geplante Modernisierungsarbeiten unter bestimmten Voraussetzungen verhindern, zum Beispiel weil die damit verbundene Mieterhöhung für sie eine wirtschaftliche Härte dargestellt hätte. Das gilt nicht mehr. Allerdings gehen Vermieter ein Risiko ein, wenn sie gegen den Willen des Mieters aufwendig sanieren. Denn die Härtefallregelung wird nur auf den Zeitpunkt des späteren Mieterhühungsverfahrens verschoben. Stellt sich in diesem nachgelagerten Verfahren heraus, dass der Härtegrund der fehlenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorliegt, kann der Vermieter eine Mieterhöhung nicht (vollständig) durchsetzen.

2. Keine Mietminderung bei energetischen Sanierungen
Sanierungsarbeiten verursachen Lärm, Schmutz und schränken den Mieter ein. Dieser darf künftig aber während der ersten drei Monate einer energetischen Sanierung nicht mehr die Miete mindern. Ausnahme: Die Wohnung ist wegen der Bauarbeiten überhaupt nicht mehr nutzbar.

3. Kappungsgrenze für Mieterhöhungen
In Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten können die Bundesländer die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen herabsetzen. Statt bis zu 20 Prozent innerhalb von drei Jahren sind maximal 15 Prozent möglich. Eine solche Rechtsverordnung darf allerdings nur maximal fünf Jahre gelten. Und: Das gilt nicht bei Neuvermietungen.

4. Keine Kaution = Kündigung!
Dem Ergernis, dass der neue Mieter zwar die Miete, jedoch nicht die Mietkaution zahlt, kann der Vermieter nach der Mietrechtsreform mit einer fristlosen Kündigung begegnen. Zwar kann ein Mieter weiterhin nach Beginn des Mietverhältnisses die vereinbarte Kaution in Höhe von höchstens drei Monatskaltmieten in drei gleichen Monatsraten zahlen. Kommt er dabei aber in Verzug, so dass der Rückstand zwei Monatsmieten oder mehr entspricht, so ist der Vermieter berechtigt, fristlos zu kündigen.

5. Gewerbliche Wärmelieferung gesetzlich geregelt
Die Alternative zur Heizungserneuerung durch den Eigentümer ist das Contracting: Dabei übernimmt ein Dienstleister den Einbau und die Finanzierung der neuen Heizung und liefert die Wärme. Die Kosten rechnet der Contractor mit dem Eigentümer ab und dieser wiederum mit dem Mieter. Das MietRändG regelt nun, dass das Contracting für den Mieter kostenneutral sein muss. Diese Regelung gilt erst ab 1. Juli 2013.

6. Berliner Räumung
Die Zwangsräumung eines zahlungsunfähigen- oder unwilligen Mieters ist für Vermieter mit erheblichen Kosten verbunden. Die so genannte Berliner Räumung erhielt deshalb im MietRändG eine gesetzliche Grundlage. Dabei wird die Wohnung nicht mehr geräumt und die Mietergegenstände kostenpflichtig eingelagert, vielmehr bleiben die Gegenstände in der Wohnung. Bei diesem Modell muss der Vermieter allerdings auf Details achten: Unpfändbare Gegenstände kann der Ex-Mieter herausverlangen, pfändbare müssen zum Beispiel per Versteigerung zu Geld gemacht werden. Dinge einfach entsorgen, ist nicht erlaubt.

7. Eile bei Gericht
Gerichte sollen Räumungsklagen künftig vorrangig behandeln und das Verfahren zügig durchführen. Grund: Vermietern ist es verboten, eigenmächtig zu räumen. Zieht sich das Verfahren in die Länge, werden die Mietrückstände immer höher.

8. Sicherungsanordnung
Mit einer Sicherungsanordnung kann ein säumiger Mieter schon während der laufenden Räumungsklage verpflichtet werden, ein monatliches Nutzungsentgelt als Sicherheit in Form einer Bürgschaft oder durch Hinterlegen von Geld zu leisten. Kommt der Mieter dem nicht nach, kann der Vermieter im Wege des einstweiligen Rechtschutzes schneller ein Räumungsurteil erwirken.

9. Untermieterräumung

Unschöne Überraschungen erlebten in der Vergangenheit einige Vermieter mit Räumungstiteln: Es stellte sich heraus, dass der säumige Mieter die Wohnung unerlaubt an einen Dritten untervermietet hatte. Obwohl er das nicht durfte, konnte die Wohnung dann nicht geräumt werden, weil gegen den Untermieter kein eigener Räumungstitel vorlag. In solchen Fällen kann der Vermieter künftig schnell in einem einstweiligen Verfügungsverfahren einen weiteren Räumungstitel erhalten.
 
Wohnraum wird gefördert / Neues Wohnraumförderprogramm des Landes Baden-Württemberg!2013-01-22
Landratsamt informiert über die Bedingungen:
Angesichts der momentanen niedrigen Zinsen und der von der Landeswohnraumförderung zur Verfügung gestellten Mittel sind die Rahmenbedingungen für die Begründung von Wohneigentum derzeit besonders günstig, so das Amt für Kreisentwicklung und Baurecht des Landratsamts. Verbilligte Darlehen gibt es bereits ab einem Zins von 1,5 Prozent. Dabei können mehr Menschen als allgemein angenommen in den Genuss einer Förderung kommen.

Auch in diesem Jahr wird der Bau und Erwerb von neuem sowie gebrauchtem Wohnraum zur Eigennutzung für Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind gefördert. Sie können hierfür zinsgünstige Darlehen erhalten, wenn sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht Überschreiten. Für Neubaumaßnahmen und Gebrauchterwerb liegt die Einkommensgrenze für einen Vierpersonenhaushalt bei einem Jahresbruttoeinkommen von rund 63 665 Euro. In Abhängigkeit vom Bauort bekommt die Familie ein Darlehen von bis zu 299 000 Euro. Eine fünfköpfige Familie mit einem Jahresbruttoeinkommen von nicht mehr als 72 165 Euro kann Fördermittel bis zu 337 500 Euro erhalten. Eine Förderung wie bei einem Neubauvorhaben erhält weiterhin, wer eine bestehende Immobilie ausbauen oder erweitern möchte, um dadurch zusätzlichen Wohnraum zu erhalten. Die Wohnflächenobergrenze für einen Vierpersonenhaushalt beträgt 160 m². In allen Förderfällen sollte ein angemessener Eigenkapitalanteil inklusive Eigenleistungen von 15 Prozent der Gesamtkosten in die Finanzierung mit eingebracht werden.
Das Wohnraumförderprogramm 2013 bietet auch für Schwerbehinderte, die ein spezifisches Wohnungsversorgungsproblem haben (zum Beispiel Rollstuhlfahrer oder Blinde) Fördermöglichkeiten in Form von verbilligten Darlehen.

Unabhängig von den Fördermöglichkeiten durch das Landeswohnraumförderprogramm gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsverbilligte Darlehen zu energiesparenden Investitionen.

(Quelle: Südkurier, 21.01.2013)

Weitere Informationen:
http://www.l-bank.de/lbank/inhalt/nav/privatpersonen/eigengenutzterwohnraum/index.nav?ceid=100325
 
Stiftung Warentest: Top-Immobilienkredite gibts beim Vermittler2012-09-27
Die niedrigsten Zinsen und das vielfältigste Kreditangebot für die Immobilienfinanzierung gibt es meist bei Hypothekenmaklern und nicht direkt von der Bank. Das stellt die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Oktober-Ausgabe fest. Finanztest ermittelt monatlich die Konditionen für Hypothekenkredite. Im Jahresvergleich zeigte sich jetzt, dass Immobilienkredite über Kreditvermittler für Bauherren und Wohnungskäufer meist am günstigsten sind.

Wer Haus oder Wohnung günstig finanzieren will, muss die Konditionen möglichst vieler Kreditinstitute vergleichen. Das ist aufwändig. Hypothekenmakler wie beispielsweise Interhyp, Dr. Klein, Accedo und Baugeld Spezialisten haben dagegen schnellen Zugriff auf die Konditionen von mehr als hundert bundesweiten und regionalen Baufinanzierern. So können sie Bauherren oder Wohnungskäufern die günstigsten Immobilienkredite vermitteln.

Die Makler leben zwar von der Provision, die sie von den Banken für die Vermittlung eines Darlehens erhalten. Da diese Provision aber bereits im Zinssatz des Darlehens eingerechnet ist, müssen Kunden nicht extra für den Service durch den Vermittler bezahlen. Trotz eingerechneter Provision - meist ein Prozent der Kreditsumme - ist der Kredit über einen Vermittler oft billiger als direkt von der Bank. Das liegt daran, dass die Bank Vertriebs- und Bearbeitungskosten einspart und deshalb über den Vermittler günstigere Konditionen anbieten kann.

Tipp von Finanztest: Auch wenn die Hypothekenmakler meist günstige Immobilienkredite vermitteln, sollten sich Kreditsuchende nicht auf einen einzigen Vermittler verlassen, sondern immer mehrere Angebote einholen - auch von der Hausbank und von regionalen Banken.

Der vollständige Test Immobilienkredite ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/thema/immobilien-kredite veröffentlicht.

Stiftung Warentest
 
Gebäudebestand: energetische Anforderungen werden nicht verschärft2012-09-27
Haus & Grund begrüßt Einigung der Bundesregierung

Die energetischen Anforderungen an bestehende Wohngebäude werden zunächst nicht weiter verschärft. Darauf sollen sich die zuständigen Bundesministerien übereinstimmenden Meldungen zufolge geeinigt haben. "Wenn es bei diesem Ergebnis bleibt, können Immobilieneigentümer erst einmal aufatmen", kommentiert Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann die Einigung.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben vereinbart, bis zum Jahr 2021 im Neubau einen Niedrigstenergiehausstandard durchzusetzen. Hiernach sollen Gebäude nur noch einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen, der zu einem wesentlichen Anteil durch erneuerbare Energien gedeckt wird. In Deutschland werden die energetischen Anforderungen an Wohngebäude im Wesentlichen in der Energieeinsparverordnung festgelegt. Neben den Neubaustandards werden dort auch Regeln für energetische Modernisierungen bestehender Gebäude formuliert. Für den Neubau sollen die Standards nach den Plänen der Bundesregierung schrittweise um 12,5 Prozent erhöht werden. Kornemann: "Wir müssen uns langsam den EU-Zielen für den Neubau annähern. Die Bundesregierung geht hier behutsam vor, so dass sich alle Bauwilligen vor Baubeginn darauf einstellen und gegebenenfalls ihre Pläne überdenken können. Das können Eigentümer älterer Gebäude nicht mehr. Deshalb ist es umso wichtiger, jetzt die Bestandsgebäude zu verschonen. Die aktuellen energetischen Anforderungen stellen auf absehbare Zeit die Grenze des finanziell und technisch Machbaren im Bestand dar. Ein Mehr würde Vermieter und Mieter völlig überfordern.

Quelle: Haus&Grund
 
Trinkwasser: Bürokratieabbau bei Legionellenprüfung2012-09-27
Haus & Grund fordert zügige Zustimmung des Bundesrates

Das Bundesgesundheitsministerium will private Vermieter von einer Reihe bürokratischer Pflichten im Zuge der Legionellenprüfung von Trinkwasseranlagen entlasten. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland unter Hinweis auf geplante Änderungen der Trinkwasserverordnung hin. "Die Länder, die diese Lasten seinerzeit in die Verordnung geschrieben hatten, sollten ihren Fehler korrigieren und den Änderungsvorschlägen zügig zustimmen", forderte Verbandspräsident Rolf Kornemann heute in Berlin. Dann hätten Vermieter bis Ende 2013 Zeit, ihre Anlagen erstmalig prüfen zu lassen. Nach aktueller Rechtslage endete diese Frist bereits am 31. Oktober 2012.

Seit November 2011 sind Vermieter von Wohnungen verpflichtet, ihre Trinkwasseranlagen - soweit sie eine bestimmte Größe überschreiten - den Gesundheitsbehörden zu melden und jährlich auf Legionellen überprüfen zu lassen. Die neue Verordnung sieht nun vor, dass Legionellenprüfungen nur noch alle drei Jahre vorgenommen werden müssen und außerdem nur auffällige Befunde den Ämtern zu melden sind. Zudem werden nun Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern explizit von der Pflicht ausgenommen. Kornemann: "Diese Änderungen entlasteten nicht nur Millionen privater Vermieter. Auch die Mieter profitierten von geringeren Betriebskosten."

Quelle: Haus&Grund
 
Energetische Sanierungen vor 2010 demnächst wertlos? 2012-03-05
Der Energieausschuss des Europäischen Parlaments hat in der vergangenen Woche einen Zusatz in den Entwurf einer Energieeffizienzrichtlinie eingefügt, der viele Hauseigentümer bestrafte: Das Parlament möchte die Mitgliedsstaaten verpflichten, den Energieverbrauch im Gebäudebestand bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Anlässlich der heutigen Diskussion im Wirtschaftsausschuss des Bundestages über diesen Richtlinienentwurf kritisiert Haus & Grund-Präsident Dr. Rolf Kornemann: "Damit würden all jene Hauseigentümer bestraft, die vor 2010 in die energetische Sanierung ihrer Gebäude investiert haben. Die bisherigen Bemühungen Deutschlands, Vorreiter bei der Energieeffizienz in Europa zu sein, rächten sich dann. Ich appelliere an die Bundesregierung, derartig unrealistische und unbezahlbare Verpflichtungen im Interesse der Eigentümer und Mieter nicht einzugehen."

Kornemann erinnerte die Bundesregierung an ihr Bekenntnis im geltenden Energiekonzept, Hauseigentümern keine Zwangssanierungen aufzubürden. "Ich gehe davon aus, dass dieses Wort der Bundesregierung gilt", betonte Kornemann. Statt permanent in Europa und in Deutschland neue Debatten über weitere Verschärfungen loszutreten, sollten die Mietrechtsänderungen und steuerlichen Erleichterungen endlich auf den Weg gebracht werden.

Haus & Grund
Pressemitteilung vom 05.03.2012
 
Stiftung Warentest bewertet Pelletkaminöfen durchweg 2012-01-11
Pelletkaminöfen können als Wärmequelle nach einem aktuellen Test der Stiftung Warentest (Ausgabe Test November 2011) in puncto Energieeffizienz, Emissionsverhalten, Verarbeitung sowie Sicherheit überzeugen. Hierauf weist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) hin.

Der geschäftsführende DEPV-Vorsitzende Martin Bentele sieht den Pelletkaminofen als vielseitigen Energiespender an, der den Heizungsbetrieb unterstützt oder in Übergangsphasen sogar überflüssig machen kann: "Der Betrieb eines Pelletkaminofens verbindet die Wärmeerzeugung aus dem natürlichen, heimischen Energieträger Holz mit dem Komfort einer vollautomatischen Heizung bei individuellem, zeitgemäßem Design. Nicht umsonst sind Pelletkaminöfen im modebewussten Italien das Schmuckstück des Wohnzimmers."

Der Einbau eines Pelletkaminofens ist nicht sehr aufwändig und auch kurzfristig zu Beginn der Heizperiode möglich. Drei Fragen sollten vor dem Kauf aber geklärt werden:

1. Welchen Bereich des Hauses soll der Pelletkaminofen beheizen? Welchen Wärmebedarf haben diese Räume und wie hoch muss die Leistung des Gerätes sein? Hier helfen Pelletfachbetriebe, die auch Zusatzkenntnisse für die Installation von Pelletkaminöfen erworben haben.

2. Soll der Pelletkaminofen nur für die Raumwärme genutzt oder soll er an das Heizungssystem zur Warmwasserbereitung angeschlossen werden?

3. Ist der Schornstein baulich geeignet und wie sieht es mit der Luftzufuhr aus? Dazu am besten Rat beim Bezirksschornsteinfegermeister einholen.

Quelle: DEPV
 
Initiative EnergieEffizienz gibt Tipps zum Stromsparen2012-01-11
Wer auch im kommenden Jahr seine Stromkosten im Griff behalten möchte, ist gut beraten, den eigenen Stromverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt, der auf energieeffiziente Elektrogeräte setzt und diese clever nutzt, kann nach Berechnung der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bis zu 25 Prozent der Stromkosten einsparen. Die besten Tipps im Überblick:

1. Stromverbrauch unter die Lupe nehmen
Wer Strom sparen will, sollte sich zunächst einen Überblick verschaffen, an welchen Stellen im Haushalt wie viel Strom verbraucht wird. Mit dem kostenlosen Online-Stromsparcheck der dena können Verbraucher unter www.stromeffizienz.de in wenigen Minuten ihren Stromverbrauch durchleuchten.

2. Auslaufmodell Glühlampe austauschen
Die Glühlampe ist ein Auslaufmodell. Ob effiziente Halogenlampen, Energiesparlampen oder LED - stromsparende Alternativen gibt es viele. Der Clou: Energieeffiziente Leuchtmittel gibt es in allen Formen, Farben und Fassungen. Und sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen.

3. Stand-by-Oldies checken
Insbesondere Geräte, die vor 2010 gekauft wurden - zum Beispiel Fernseher, DVD-Player oder Set-Top-Boxen -, verbrauchen auch nach dem Ausschalten im Stand-by-Betrieb unnötig Strom. Wer konsequent alle älteren Geräte vom Netz trennt, kann seine Stromrechnung zusätzlich entlasten: Pro Watt Stand-by-Leistung um rund 2 Euro pro Jahr.

4. Kühl- und Gefrierschrank abtauen
Ist der Kühlschrank innen von einer Eisschicht überzogen, steigt der Stromverbrauch. Dagegen hilft regelmäßiges Abtauen. Temperaturen von -18 Grad im Gefrierschrank und 7 Grad Celsius im Kühlschrank reichen vollkommen aus. Sind die Geräte auf niedrigere Temperatur eingestellt, verbrauchen sie unnötig Strom.

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena
 
Erhöhung der Grunderwerbsteuer ab 5. November 20112011-11-28
Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 26. Oktober 2011 das Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer beschlossen. Hiernach erhöht sich der Steuersatz der Grunderwerbsteuer von bislang 3,5 Prozent auf nunmehr 5 Prozent. Ausweislich des Gesetzeswortlauts tritt das Gesetz nach seiner Verkündung in Kraft. Die Verkündung im Gesetzblatt für Baden-Württemberg ist für den 4. November 2011 vorgesehen. Dies bedeutet, dass die neue gesetzliche Regelung ab dem 5. November 2011 zur Anwendung gelangt.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg
 
Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg wird von 3,5 auf 5 % erhöht. Termin bleibt offen! 2011-11-07
Der Landtag Baden-Württemberg hat heute, am 26. Oktober 2011 um 12.45 Uhr die Erhöhung der Grunderwerbsteuer endgültig beschlossen. Das Gesetz tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Gesetzblatt in Kraft.

Wann dieser Tag sein soll wurde ausdrücklich offengelassen. Der Landtagsabgeordnete Ingo Rust (SPD) lehnte die Beantwortung der Frage nach dem Stichtag ab, und gab auch keine Begründung, warum dieses Datum offen bleibt. Dies sei auch bei anderen Gesetzen bereits so gehandhabt worden. Somit hat die Regierung jetzt die Möglichkeit, jederzeit nach Belieben von heute auf morgen den Steuersatz zu ändern.
 
GRUNDERWERBSTEUER WIRD ANFANG NOVEMBER ERHÖHT!2011-10-27
Die von Grün-Rot geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer wird voraussichtlich in der ersten Novemberwoche in Kraft gesetzt. Dann soll der Steuersatz für den Erwerb von Grundstücken und Immobilien um 1,5 Punkte auf 5,00 % erhöht werden. Finanzminister Nils Schmid habe im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft erklärt, die Erhöhung "nicht vor 4. November" in Kraft setzen zu wollen, teile FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke mit. Quelle: dpa/Südkurier
 
VERKAUFTSTART NEUBAU EIGENTUMSWOHNUNGEN IN SALEM-NEUFRACH2011-10-21
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Haus & Grund: Neues Kündigungsgesetz benachteiligt Vermieter2011-07-22
Nach neuer Gesetzesregelung können Mieter bis zum dritten Werktag eines jeden Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Dies ist die dreimonatige Kündigungsfrist. Die Kündigungsfrist für Vermieter hingegen verlängert sich nach fünf und acht Jahren um jeweils drei Monate. Dementsprechend gilt für Vermieter abhängig von der Dauer des Mietverhältnisses eine drei-, sechs- oder neunmonatige Kündigungsfrist.

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft "Haus & Grund" kritisiert die neuen Kündigungsfristen, da sie den Vermieter unangemessen gegenüber Mietern benachteiligen würden. "Das Gesetz berücksichtigt allein die Mobilitätsbedürfnisse von Mietern. Vermieter, die etwa aus gesundheitlichen Gründen möglichst umgehend in ihre Erdgeschosswohnung umziehen müssen, können dieses Interesse nach der geltenden Rechtslage oftmals nur mit erheblichen Verzögerungen durchsetzen", erläutert Stöcke. Ohne Not werfe die Koalition ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrages über Bord.

"Mit dem Verzicht auf die Rückkehr zu gleichen Kündigungsfristen für beide Mietvertragsparteien betreibt die Bundesregierung den Bruch ihres Koalitionsvertrages zu Lasten der Vermieter", kritisiert Andreas Stücke, Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland, entsprechende Medienberichte. Für Mieter bleibt es damit bei der dreimonatigen, für Vermieter bei der bis zu sechs Monate längeren Kündigungsfrist.
 
Gaspreise ziehen im zweiten Halbjahr wieder an2011-06-24
Für viele Haushalte in Deutschland wird die Belieferung mit Gas in den kommenden Wochen wieder teurer. Im Juli und August heben laut einer aktuellen Analyse des Verbraucherportals toptarif.de mindestens 72 örtliche Gasversorgungsunternehmen die Preise für Gas um durchschnittlich 10,1 Prozent an. Betroffen von den anstehenden Preiserhöhungen sind mehr als zwei Millionen Haushalte.

Bereits zum 01. Juli wird Gas in den Großstädten München, Nürnberg und Gelsenkirchen zwischen 8,1 und 13,7 Prozent teurer. Im August ziehen weitere Anbieter nach. Dann steigen die Gaspreise zum Beispiel bei der baden-württembergischen EnBW sowie den Stadtwerken in Duisburg und Ingolstadt um 5,8 bis 9,8 Prozent. Die Versorger begründen die jetzigen Anhebungen mit spürbaren Erhöhungen ihrer Beschaffungskosten, welche u.a. aus dem jüngsten Anstieg der Ölpreise resultieren.

Eine Möglichkeit, den steigenden Gaskosten zu entgehen, ist der Wechsel zu einem neuen Anbieter. Insbesondere Haushalte, die noch nie einen Tarif- oder Anbieterwechsel vollzogen haben und in den zumeist teuren Tarifen der gesetzlichen Grundversorgung beliefert werden, können durch die Wahl eines günstigen Gasversorgers in vielen Regionen zwischen 20 und 30 Prozent ihrer jährlichen Kosten sparen.

 
Wohnungskauf: Checkliste für Kapitalanleger2011-05-10
Ein Wohnungskauf ist für die meisten Menschen die größte Anschaffung ihres Lebens. Ob die Investition zum gewünschten Erfolg führt, hängt wesentlich von den Entscheidungen des Käufers ab. "Neben der richtigen Finanzierung kommt es vor allem auf die sorgfältige Auswahl des Objektes an", sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD. An erster Stelle steht dabei die Frage der Vermietbarkeit. "Lage, Zuschnitt und Ausstattung müssen den Anforderungen möglichst vieler potenzieller Mieter entsprechen, sonst steht die jeweilige Wohnung womöglich über einen längeren Zeitraum hinweg leer."

Der Standort
Eine Wohnung sollte in der Regel gut erreichbar sein, sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr. "Generelle Aussagen zur übrigen Infrastruktur einer Wohnung lassen sich jedoch kaum treffen", meint Schick. Denn eine optimale Infrastruktur für alle Bevölkerungsgruppen gibt es nicht. "Ältere Menschen beispielsweise sind sehr an der Nähe zu Ärzten und medizinischen Versorgungseinrichtungen interessiert, junge Leute bevorzugen dagegen Gebiete mit vielfältigen Freizeitangeboten und Familien mit Kindern achten darauf, dass die Schulen und Betreuungseinrichtungen möglichst zu Fuß zu erreichen sind."

Anleger sollten sich bei der Auswahl möglicher Standorte zunächst vor allem von der demographischen Entwicklung in der Region leiten lassen. "Die Chance der Vermietung steigt, je größer das Bevölkerungswachstum ist", so Schick. "Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die jeweils vorhandenen Bevölkerungsgruppen auch ganz bestimmte Wohnbedürfnisse haben." In einer Region mit einer alternden Bevölkerung ist es in der Regel günstiger, eine kleine Wohnung im Erdgeschoss oder im ersten Obergeschoss zu erwerben. In Gegenden mit einem überproportionalen Anteil an 25- bis 40jährigen Menschen sind dagegen vor allem Drei- bis Vierzimmerwohnungen gefragt, die gern auch in den oberen Stockwerken liegen dürfen. Eine erhöhte Nachfrage in diesem Segment ist jedoch eher die Ausnahme: Denn vor allem in den Großstädten sind Ein- und Zwei-Personenhaushalte inzwischen in der Überzahl, so dass sich kleinere Wohnungen meist leichter vermieten lassen als große.

Die Wohnung
"Bei der Besichtigung, sollten die ersten Eindrücke nicht außen vor bleiben", sagt Schick. "Der Zustand der Fassade, des Eingangsbereiches und des Treppenhauses sind wichtige Indikatoren für die Qualität des Objektes. Schäden im Putz, verbeulte Briefkästen, eine nicht voll funktionsfähige Gegensprechanlage oder ein defektes Treppenlicht wirken stark wertmindernd und sollten sich daher auch im Kaufpreis niederschlagen. Zudem weisen derartige Mängel auf eine nachlässige Verwaltung hin." Verhältnismäßig lang ist die Checkliste für die technische Ausstattung einer Wohnung. Bei alphabetischer Anordnung beginnt sie bei der Abluftanlage in Bad oder Küche und endet bei der Wohnungstür. "Kompromisse sollten hier nur in Ausnahmefällen gemacht werden", meint Schick. Denn eine Vielzahl von Merkmalen wie beispielsweise die Heizungsanlage oder die Zahl der Steckdosen lässt sich nur mit großem Aufwand verändern. Für den Vermietungserfolg immer wichtiger wird die Frage, ob die Wohnung auch einen Balkon hat. "Viele Mietinteressenten suchen im Internet gezielt nach bestimmten Ausstattungsmerkmalen", sagt Schick. "Rund 15 Prozent der Deutschen wärden niemals in eine Wohnung ohne Balkon ziehen." Außerdem gewinnt die Frage nach der Energieeffizienz immer mehr an Bedeutung. "Bereits seit Juli 2009 muss beim Verkauf einer Wohnung auch ein Energieausweis vorgelegt werden", erklärt Ulrich Löhlein, Leiter Servicecenter Immobilienverwaltung im IVD. Aus diesem Dokument geht hervor, wie hoch der Energiebedarf der jeweiligen Wohnung ist. Generell kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei Wohngebäuden mit einem Energieverbrauch von unter 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr um ein Haus mit gutem oder sehr gutem energetischen Standard handelt. "Die Mietnebenkosten, speziell die Heizkosten, werden deutlich günstiger ausfallen als bei einem Gebäude mit höheren Kennzahlen", so Löhlein.

Die Investitionskosten
Zusammen mit Lage und Ausstattung gehören die Kosten der Investition zu den wichtigsten Kriterien beim Wohnungskauf. Die zusätzlich zum notariellen Kaufpreis anfallenden Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Maklerprovision und Notargebühr) sollten beachtet werden. Hinzu kommt das monatliche Hausgeld, einschließlich des Verwalterhonorars und der Instandhaltungsrücklagen. "Kaufinteressenten für eine vermietete Wohnung sollten unbedingt prüfen, aus welchen Posten sich das Hausgeld zusammensetzt und ob die einzelnen Beiträge angemessen sind", sagt Schick. "Um eventuelle Überraschungen zu vermeiden, sollte außerdem überprüft werden, ob es noch offene Baulasten beziehungsweise Belastungen im Grundbuch gibt, die auf den Käufer übergehen können."

Die Unterlagen
Zu den Unterlagen, die ein Käufer unbedingt anfordern sollte, gehören die Baubeschreibung, der Grundsteuerbescheid, der Nachweis der Feuerversicherung, die Hausgeldabrechnung mit Wirtschaftsplan, die Wohnflächenberechnung sowie die Teilungserklärung und die Protokolle der Eigentümerversammlung. "Letzteres ist besonders wichtig, denn im Gegensatz zum Hausbesitzer ist der Wohnungsbesitzer mit seinem Eigentum in das Eigentum und in die Interessen der anderen Wohnungseigentümer der jeweiligen Wohnanlage eingebunden", sagt Schick. "Ein Wohnungseigentümer kann beispielsweise nicht frei entscheiden, wann, von wem und mit welcher Farbe die Fassade gestrichen wird, sondern muss sich mit den anderen Eigentümern abstimmen. Kaufinteressenten sollten sich daher darüber informieren, wie die bisherigen Beschlüsse der Wohnungseigentümerversammlung zustande gekommen sind."
Quelle: ivd
 
Tipp: So spart man bei der Steuererklärung 20102011-05-04
Am 31. Mai endet die Abgabefrist für die Steuererklärung 2010. Riester-Sparer können ihre Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben beim Fiskus geltend machen. Wer den Wohn-Riester zur Finanzierung seines Eigenheims nutzt, kann durch Zulagen und Steuervorteile mehrere tausend Euro sparen. Seit dem Jahr 2008 kann die staatliche Riester-Förderung auch für den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum eingesetzt werden.

Die maximale Grundzulage von 154 Euro erhalten Förderberechtigte, wenn sie jährlich vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens (abzüglich Zulagen) in einen Riester-Bausparvertrag einzahlen. Für jedes Kind gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro Kinderzulage. Einkommensgrenzen gelten nicht. Außerdem können Sparer die Altersvorsorgebeiträge bis zum Höchstförderbetrag in Höhe von 2.100 Euro (inklusive Zulagen) als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

Dafür müssen sie die Beiträge in der dafür eigens vorgesehenen Anlage AV der Steuererklärung eintragen. Das Finanzamt nimmt dann die sogenannte Günstigerprüfung vor: übersteigt der Steuervorteil die Höhe der Riester-Zulagen, wird die Differenz erstattet. Je höher dabei der persönliche Steuersatz ist, desto größer fällt der Steuervorteil aus.

Beispiel
Ein berufstätiges Ehepaar mit einem 2009 geborenen Kind und einem Haushaltsbruttoeinkommen von 60.000 Euro muss insgesamt 2.400 Euro in seinen Riester-Verträgen ansparen. An Zulagen winken in diesem Fall insgesamt 608 Euro: zweimal die Grundzulage von je 154 Euro und einmal die Kinderzulage von 300 Euro. Das Paar selbst muss jährlich 1.792 Euro beisteuern. Zusätzlich erhält es 90 Euro Steuern erstattet. In zehn Jahren liegt der Fördervorteil bei rund 7.000 Euro.

Weitere Informationen sind unter www.lbs.de erhältlich.

- LBS
 
Leitzinserhöhung: Auch Folgen für den Bauzins erwartet2011-04-21
Das erste Mal seit über zwei Jahren erhöhte die EZB zum 7. April den Leitzins. Seit Mai 2009 lag der Leitzins auf dem niedrigen Niveau von einem Prozent, nun wurde eine Erhöhung auf 1,25 Prozent verkündet. Dies kann sich auch auf die Baufinanzierung auswirken.

Als "richtig gewählt" bezeichnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) den Zeitpunkt der Leitzinserhöhung. Auch der Bundesverband öffentlicher Banken Deutschlands (V&B) zeigt sich nicht überrascht von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins erstmals seit Oktober 2008 wieder zu erhöhen.

"Der deutsche Aufschwung zeigt sich als ausreichend robust und wir erwarten für 2011 ein BIP-Wachstum von mindestens 2,2 Prozent. Da auch der Euroraum mit 1,5 bis 1,7 Prozent nur knapp darunter liegen wird, ist der Zinsschritt zweifelsfrei folgerichtig", kommentiert Karl-Heinz Boos, Hauptgeschäftsführer des V&B. Der BVR rechnet sogar mit einem preisbereinigten Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 2,8 Prozent.

Leitzinserhöhung erst der Anfang

Auch der Bundesverband deutscher Banken sieht die Zinserhöhung als "klares Signal, dass die EZB möglichen Inflationsgefahren entschlossen entgegentritt." An ihrer Entscheidung zeige sich, dass das Ziel der Preisstabilität einzelner Banken und Euro-Staaten nach wie vor höchste Priorität genieße - trotz der schwierigen Finanzlage. Der BVR sieht den zeitigen Zinsschritt allerdings nur als Auftakt eines Zinserhöhungszyklus: Es sei zu erwarten, dass der Zins im weiteren Verlauf des Jahres behutsam Schritt für Schritt in Richtung eines normalen Niveaus angehoben werde. Da die durch die Finanzmarktkrise entstandenen Belastungen nach wie vor Wirkung zeigen, sei solch eine allmähliche Erhöhung vorteilhaft, erklärte der BVR. So könne die EZB ihrem Stabilitätsziel nachkommen, ohne wirtschaftlich schwächere Eurostaaten zu überfordern. Der V&B appellierte jedoch an die EZB, sowohl das europäische als auch das globale Wirtschaftswachstum genau zu beobachten - nach wie vor seien der Anstieg des Ölpreises und die hohe Staatsverschuldung der Industrieländer Risikofaktoren.

Was bedeutet die Leitzinserhöhung für Bauherren?

Selten bleibt eine Leitzinserhöhung für den Verbraucher ohne Auswirkung. So ist auch mit Folgen für die Bauzinsen zu rechnen. Wer plant, 2011 ein Haus zu bauen, der sollte davon ausgehen, dass sich die Zinsen für Baudarlehen in den kommenden Monaten ebenfalls deutlich erhöhen werden. Zwar vergeben die Kreditinstitute Baugeld derzeit noch zu günstigen Konditionen, doch wird die Zinswende aller Voraussicht nach auch hier nicht ohne Folgen bleiben und eine Bauzinserhöhung nach sich ziehen.
Mein-Tipp:
Für Bauherren besteht nun Handlungsbedarf. Da eine Erhöhung der Zinsen für Baudarlehen äußerst wahrscheinlich ist, sollten sie nach Möglichkeit die derzeit noch günstigen Sätze für sich nutzen.
 
Online-Check: Sofortmaßnahmen gegen hohe Stromkosten2011-04-14
Wer seine Haushaltskasse entlasten möchte, kann bei den Stromkosten ansetzen. Energieeffizienz ist eine wirksame Sofortmaßnahme, denn in vielen Haushalten gibt es noch Einsparpotenziale, die schnell und ohne großen Aufwand genutzt werden können.

Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bietet auf www.stromeffizienz.de einen kostenlosen Stromsparcheck, der für jeden Haushalt individuelle Einsparpotenziale berechnet. So kann ein typischer Vier-Personen-Haushalt durch energieeffiziente Geräte und clevere Nutzung rund 25 Prozent seiner Stromkosten einsparen.

Der Stromsparcheck gibt Verbrauchern für alle Haushaltsbereiche konkrete Tipps. Denn Einsparmöglichkeiten gibt es viele: schaltbare Steckerleisten installieren, Energiesparfunktionen an Computer und Waschmaschine aktivieren und beim Neukauf energieverbrauchender Geräte konsequent auf die höchste Energieeffizienzklasse achten. Wer beispielsweise noch Glühlampen in seinem Haushalt verwendet, sollte diese soweit möglich gegen energieeffiziente Alternativen wie Energiesparlampen und LED austauschen. Die sparsamen Alternativen verbrauchen mindestens 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Werden in einem Haushalt alle Glühlampen ausgetauscht, so lassen sich die Stromkosten dadurch bereits um rund 100 Euro im Jahr senken.

Weitere Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt unter www.stromeffizienz.de.

- dena
 
Neuer Betriebskostenspiegel für Deutschland2011-04-12
Mieter zahlen in Deutschland durchschnittlich 2,19 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,94 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen.

Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2009 vorlegt. Die im Durchschnitt tatsächlich gezahlten Betriebskosten liegen in den östlichen Bundesländern bei 2,17 Euro, gegenüber 2,22 Euro in den westlichen Ländern, sind damit rund 2,5 Prozent niedriger.

Die kalten Betriebskosten, wie Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Aufzug, Straßenreinigung, Müllbeseitigung, Gebäudereinigung, Gartenpflege, Allgemeinstrom, Schornsteinreinigung, Versicherung, Hauswart, Antenne/Kabel oder Sonstiges, sind 2009 "durch die Bank" teurer geworden.

Auch im Jahr 2010 werden die kalten Betriebskosten weiter steigen. Kosten für Wasser sind um 1,6 Prozent, für Abwasser sogar um 2,7 Prozent gestiegen. Strom wurde um 3,2 Prozent teurer, und Hausmeisterarbeiten, Gebäudereinigung oder sonstige Dienstleistungen rund um die Wohnung sind um 1,6 Prozent gestiegen.

- Deutscher Mieterbund e.V.
 
Zensus 2011: Das sollten Immobilieneigentümer über die Volks- und Wohnungszählung wissen2011-04-12
Die diesjährige Volkszählung wird nicht nur eine Bevölkerungs-, sondern auch eine Immobilien-Inventur. Immobilieneigentümer sind im Rahmen des Zensus 2011 zu umfassenden Auskünften verpflichtet.
von Frank Kemter

Volkszählung: Beim Zensus 2011 müssen viele Bürger Auskunft geben. Foto: FotoliaDer Zensus 2011, die groß angelegte diesjährige Volkszählung, soll nicht nur Daten über die Bevölkerung sammeln. Ein ganz besonderes Augenmerk legen die Statistiker auch auf Informationen über die deutschen Immobilienbestände. Für alle Immobilieneigentümer besteht beim Zensus eine Auskunftspflicht.

Volkszählung: Nur eine Stichprobe der Bevölkerung wird befragt Hinsichtlich der Erhebung der Daten über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung soll nur eine Stichprobe erhoben werden. Diese dient dem Staat als Ergänzung anderweitig gewonnener Daten, zum Beispiel von den Einwohnermeldeämtern. Die meisten Mieter werden wohl deshalb bei der Volkszählung nicht zur Auskunft über ihre persönlichen Verhältnisse herangezogen.

Alle Immobilieneigentümer werden befragt
Ganz anders sieht es jedoch für Immobilieneigentümer aus. Die Statistiker streben bei der Erhebung des Wohnimmobilienbestands Vollständigkeit an. Demzufolge müssen ausnahmslos alle Immobilieneigentümer im Rahmen des Zensus 2011 Auskunft geben. Die Statistiker interessieren sich vor allem für die Zahl, Art, Ausstattung und Belegung einzelner Wohnungen. Viele Eigentümer erhielten bereits Vorerhebungsbögen, bei denen schon einige Details abgefragt wurden. Ab Anfang Mai 2011 werden dann die eigentlichen Fragebögen an die Eigentümer beziehungsweise deren Hausverwaltungen verschickt.

Abgefragt werden unter anderem folgende Parameter:

Gibt es Wohnraum in dem erfassten Gebäude?
Um welche Art von Gebäude handelt es sich?
Wie viele Wohnungen befinden sich in dem Gebäude.
Wie viel Wohnfläche hat das Gebäude?
Wann wurde das Gebäude fertig gestellt?
Wie sind die Eigentumsverhältnisse der einzelnen Wohnungen in dem Gebäude?
Wie wird geheizt?
Wohnen Mieter oder Eigentümer in den einzelnen Wohnungen des Gebäudes?
Wie ist die Sanitärausstattung?
Wie viele Personen wohnen in den einzelnen Wohnungen?
Wie lauten Vor- und Nachnamen von bis zu zwei Bewohnern einer Wohnung

Zensus 2011: Es besteht Auskunftspflicht
Eigentümer von Einfamilienhäusern werden den umfangreichen Fragebogen des Zensus 2011 relativ flott ausgefüllt haben. Wer ein vermietetes Mehrfamilienhaus besitzt, wird wohl etwas länger mit der Beantwortung der Fragen beschäftigt sein, da sowohl Fragen zum Gebäude als auch Fragen zu jeder einzelnen Wohnung beantwortet werden müssen. Bei Wohnungseigentumsgemeinschaften wird in vielen Fällen die Hausverwaltung diese Arbeit übernehmen.

Wer beim Zensus die Auskunft verweigert, muss mit Zwangsgeldern rechnen Drücken darf man sich vor den Angaben nicht. Denn wer sich weigert, die Fragen zu beantworten, muss mit einem saftigen Zwangsgeld rechnen. Und auch diese Zahlung befreit nicht von der Auskunftspflicht beim Zensus 2011. Hartnäckige Auskunftsverweigerer müssen vielmehr mit weiteren Zwangsgeldern rechnen.

Übrigens: Eine Verfassungsbeschwerde gegen den Zensus, die sich gegen das intensive Befragen der Bevölkerung richtete, wurde wegen nicht vorliegender Annahmevoraussetzungen inzwischen vom Bundesverfassungsgericht ohne nähere Begründung abgelehnt (Az.: 1 BvR 1865/10). 1983 erklärte das Bundesverfassungsgericht noch das damalige Volkszählungsgesetz als verfassungswidrig, da es das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletze.

Die Fragebögen der Volkszählung und der Immobilienerfassung sind auf einem Portal des Statistischen Bundesamtes und der statistischen Landesämter abrufbar
 
Steueränderungen zum Jahreswechsel2011-03-25
Hinweise für Hauseigentümer

Zum Jahreswechsel 2010/2011 hat es zahlreiche Steueränderungen gegeben. Auf die folgenden Änderungen für private Hauseigentümer weist der Verband Haus & Grund hin:
Haushaltsnahe Handwerkerleistungen
Zukünftig wird der Steuerbonus für haushaltsnahe Handwerkerleistungen an der selbstgenutzten Immobilie von bis zu 1.200 Euro jährlich nur noch gewährt, wenn für die Handwerkerleistungen keinerlei öffentliche Förderungen in Anspruch genommen wurden.
Häusliches Arbeitszimmer
Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer in Höhe von bis zu 1.250 Euro jährlich können in den Fällen wieder geltend gemacht werden, in denen für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Steuerliche Förderung der selbstgenutzten Wohnimmobilie
(Eigenheimrente/Wohnriester)
Ab dem Veranlagungszeitraum 2010 sind nicht nur Altersvorsorgeverträge über die Anschaffung eines Dauerwohnrechts förderfähig, sondern auch Verträge über die Entschuldung eines Dauerwohnrechts zum Beginn des Ruhestands. Einzahlungen auf ein Wohnförderkonto sind zudem künftig nur noch bis zum Beginn der Auszahlungsphase möglich.
Erbschaft- und Schenkungsteuer
Eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften werden rückwirkend ab dem 1. August 2001 erbschaftsteuerlich Ehegatten gleichgestellt. Dies betrifft die Steuerklasse, den Steuertarif, die persönlichen Steuerfreibeträge sowie die Versorgungsfreibeträge.
Grunderwerbsteuer
Nachdem bereits Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt seit einiger Zeit 4,5 Prozent Grunderwerbsteuer erheben, müssen Kaufwillige in Brandenburg seit dem Jahreswechsel sogar 5 Prozent zahlen. Auch in Niedersachsen und Bremen werden seit dem 1. Januar 2011 4,5 Prozent Grunderwerbsteuer fällig, im Saarland sind es 4 Prozent. Schleswig-Holstein plant, die Grunderwerbsteuer vermutlich ab 2012 deutlich anzuheben.

(Quelle: Haus u. Grund)
 
Studie belegt: Verbrauchsausweis ist verbraucherfreundlicher als Bedarfsausweis 2011-03-25
Nur 29 Prozent der geprüften Bedarfsausweise den Energiebedarf annähernd zutreffend Im Rahmen einer Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde festgestellt, dass nur 29 Prozent der geprüften Bedarfsausweise den Energiebedarf annähernd zutreffend darstellen. Bei Verbrauchsausweisen hingegen lagen mit 66 Prozent mehr als doppelt so viele innerhalb der zulässigen Toleranz. Die Forscher stellten fest, dass die Fehleranfälligkeit beim Bedarfsausweis wesentlich höher ist. "Wir sehen uns bestätigt", kommentiert Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann die Studie. "Die vorherrschende Auffassung, der Energieverbrauchsausweis sei schlechter als der Bedarfsausweis, ist schlicht unzutreffend. Der Gesetzgeber muss sich jetzt den Tatsachen stellen und den Verbrauchsausweis umgehend wieder für alle Wohngebäudearten zulassen." In der nunmehr veröffentlichten Studie "Evaluierung ausgestellter Energieausweise für Wohngebäude nach EnEV 2007" wurden insgesamt 94 Energieausweise untersucht. Bei einzelnen Bedarfsausweisen wurde eine Abweichung vom tatsächlichen Energiebedarf von bis zu 108 Prozent festgestellt. Verbrauchsausweise hingegen wichen maximal 26 Prozent ab. (Quelle: Haus u. Grund)
 
Zinskommentar vom 04.03.20112011-03-22
Trichet sorgt für Wirbel am Zinsmarkt

von Robert Haselsteiner (Gründer und Vorstand der Interhyp AG)

Zur Überraschung der Marktteilnehmer hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag nicht nur klar und deutlich vor den Inflationsgefahren im Euroraum gewarnt, sondern auch eine Leitzinserhöhung schon für die nächste Sitzung im April in den Bereich des Möglichen gerückt. Damit hat er die Renditen am Anleihemarkt erst einmal kräftig nach oben schnappen lassen, nachdem sich in den Wochen zuvor eher eine Tendenz sinkender Renditen gezeigt hatte. Auf den ersten Blick erscheinen die Aussagen von Herrn Trichet logisch und im Sinne einer stabilitätsorientierten Geldpolitik der EZB nur konsequent. Fast möchte man sagen, Herr Trichet wollte damit bewusst zeigen, dass der Abgang von Bundesbankpräsident Axel Weber, den viele Beobachter ja als klaren Protest gegen eine zukünftig politisch opportun agierende Notenbank interpretiert haben, unbegründet ist. Also ein klares Zeichen an die Politik und an die Märkte, dass die EZB auch in Zukunft unabhängig von politischen Einflüssen agieren wird. Dazu muss man auch sehen, dass Herr Trichet am Ende seiner Amtszeit steht und nichts mehr zu verlieren hat. Auf jeden Fall möchte er als erfolgreicher und konsequenter Notenbanker in die Geschichtsbücher eingehen und nicht als derjenige, der die EZB der Willkür der Politik ausgeliefert hat. Aber gerade dieser Trichet war es auch, der gegen den Widerstand der Bundesbank und einiger anderer Traditionalisten das Ankaufsprogramm für Staatsanleihen gestartet hat und damit den eigentlichen Sündenfall aus Sicht Vieler verantwortet. Ist der jetzt eingeschlagene scharfe Ton also doch nur eine Maßnahme, um die eigene Reputation wieder zu verbessern?

Preissteigerungen bei Energie-, Rohstoff- und Finanzierungskosten Klar ist, dass die zuletzt stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise und die gut laufende Konjunktur in einer Reihe von Ländern zu Preissteigerungen führt. Besonders in den BRIC-Ländern, die besonders dynamisch wachsen ist dieser Druck mit Sorge zu erkennen. Eine Hauptursache für die Dynamik in diesen Ländern liegt aber auch in der Dollar-Koppelung ihrer Währungen und damit im Import der Null-Zins-Politik der USA. Zinserhöhungen in der Eurozone werden daran nichts ändern, solange nicht auch die US-Notenbank auf einen restriktiveren Kurs einschwenkt. Davon ist aber vorerst nichts zu sehen. Die jetzige Ankündigung treibt vielmehr den Euro gegenüber dem Dollar und den anderen dollargebundenen Währungen nach oben und schwächt so die europäischen Wachstumsaussichten. Dazu kommt, dass der starke Anstieg der Energiepreise auch von der aktuell instabilen Lage in den nordafrikanischen und arabischen Ländern getrieben wird. Gegen diese Preistreiber können aber auch höhere Zinsen nichts ausrichten - im Gegenteil, sie erhöhen die Kreditkosten und führen zu noch mehr Preisauftrieb. Zu guter Letzt ist zu beachten, dass die Welt und auch Europa derzeit unter einer schweren Schuldenkrise leidet und daher jeder Anstieg der Finanzierungskosten zu einer weiteren Erhöhung der Defizite führt. Zinserhöhungen führen somit zu weiteren Spannungen im Eurogebiet, da besonders die schwachen Euroländer bereits an der Kippe zu Zahlungsunfähigkeit stehen. Aber auch in den noch als stark geltenden Ländern ist die Schuldenlage kritisch und schränkt bereits jetzt die Handlungsfähigkeit der Regierungen ein. Auch wenn Herr Trichet mit den Äußerungen von gestern den Finanzmärkten ein Zeichen der Berechenbarkeit und der Stabilitätsorientierung senden wollte, so muss man sich doch über das Timing wundern. Leitzinserhöhungen in Euroland schon im April erscheinen auf jeden Fall zu früh zu sein. Die Gefahr besteht, dass man sich von der Konjunkturerholung in Deutschland blenden lässt und vorschnell auf Bremsmanöver setzt während der große Rest Europas in einer strukturellen Krise verharrt und durch einen restriktiven Kurs der Notenbank behindert wird. Japan hat in den vergangenen zehn Jahren mehrmals diesen Fehler gemacht und ist damit immer tiefer in die Deflationsspirale geraten.

Tendenz zu höheren Zinsen über alle Laufzeiten Ziel von Herrn Trichet ist es sicher auch, durch eine Erhöhung der kurzen Zinsen auch die Inflationserwartungen und damit die Risikoaufschläge für langlaufende Staatsanleihen zu kontrollieren. Gestern ist ihm das nicht gelungen. Die Märkte sind eher verunsichert worden, weil davon ausgegangen wird, dass es nicht bei einem Zinsschritt bleibt, wenn Trichet erst mal anfängt die Leitzinsen zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass diese Verunsicherung auch die nächsten Wochen anhalten wird und erwarten recht deutliche Schwankungen am Zinsmarkt mit einer Tendenz zu höheren Zinsen bei allen Laufzeiten.


Kunden empfehlen wir daher weiterhin die aktuellen Konditionen zu sichern und nicht auf größere Zinsrückgänge zu spekulieren. Im langfristigen Vergleich liegen die Baugeldkonditionen immer noch sehr günstig und ermöglichen den Einstieg in den Immobilienmarkt zu relativ geringen Finanzierungskosten.
 
Neue KfW-Mittel für Nicht-Wohngebäude ab dem 1. April 20112011-03-25
Wie das Bundesbauministerium aktuell bekannt gibt, wird die staatliche Förderung für energieeffiziente Gebäudesanierung ab dem 1. April ausgeweitet. Die bisherige Beschränkung der KfW-Förderung auf Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kindergärten entfällt.

"Jetzt können alle Gebäude, die kommunalen und sozialen Zwecken dienen, mit unserer Förderung auf Vordermann gebracht werden. Auch Vereinsheime, Rathäuser oder Krankenhäuser sind förderfähig. Das ist ein wichtiger Schritt für die Sanierung des Gebäudebestands und zur Sanierung klammer kommunaler Kassen. Denn eine Sanierung reduziert die Nebenkosten auf lange Sicht erheblich", erklärt Bundesminister Dr. Peter Ramsauer.

Für die beiden KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren - Kommunen" und "Sozial Investieren - Energetische Sanierung" gilt ab dem 1. April 2011: Künftig sind grundsätzlich alle Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur förderfähig.

- BMVBS
 
Umfrage: Immobilien werden als teurer empfunden als im Vorjahr2011-03-22
Immobilienpreise werden im Vergleich zum Vorjahr als teurer eingeschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage "Immobilienbarometer" von Interhyp und ImmobilienScout24.

Demnach geben nur noch 6,8 Prozent aller Kaufinteressenten (Kapitalanleger als auch Eigennutzer) 'günstige Preise' als Grund für ihren Immobilienerwerb an. Vor einem Jahr fanden immerhin noch 12,5 Prozent, also fast doppelt so viele, dass Immobilien preiswert zu erstehen sind. Der Hauptgrund für einen Haus- oder Wohnungskauf der Deutschen ist nach wie vor die Altersvorsorge, sowohl bei den Eigennutzern (49 Prozent) als auch bei den Kapitalanlegern (55 Prozent).

"Obwohl die Zinsen seit September letzten Jahres stetig gestiegen sind, ist das Zinsniveau immer noch extrem attraktiv. Das wird auch in 2011 für eine hohe Nachfrage nach Betongold sorgen", kommentiert Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG die Ergebnisse. Die Umfrage, für die im Februar 2011 über 2.300 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden, wird als Vergleichsstudie jedes Jahr wiederholt.

© obs/Interhyp AG
 
Studie: Energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern rechnet sich2011-03-22
Einer aktuellen Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zufolge, kann der Energiebedarf bei Gebäuden, die ohnehin saniert werden müssen, ohne Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter um bis zu 75 Prozent gesenkt werden.

Selbst eine Einsparung von 80 Prozent, was den Klimaschutzzielen der Bundesregierung für 2050 entspricht, würde nur eine geringe Mieterhöhung nach sich ziehen. Steigen die Energiepreise weiter an, ist auch diese Variante warmmietenneutral. Die Studie basiert auf dem dena-Modellprojekt "Niedrigenergiehaus im Bestand", in dem rund 350 Wohngebäude hocheffizient saniert wurden.

Keine Mehrbelastung für Mieter und Vermieter Die dena-Studie untersucht die Wirtschaftlichkeit verschiedener Sanierungsstandards. Es wurden stark sanierungsbedürftige Häuser untersucht, von Vorkriegsbauten bis hin zum 70er-Jahre-Wohnblock. Das Ergebnis: Wenn diese Häuser so saniert werden, dass sie den aktuellen Neubaustandard Effizienzhaus 100 erreichen - das entspricht einer Energieeinsparung von rund 60 Prozent ", kostet der zusätzliche Aufwand für Energieeffizienz nur 80 Euro pro Quadratmeter.

Bei der deutlich besseren Sanierung zum Effizienzhaus 70, beziehungsweise einer Einsparung von durchschnittlich 75 Prozent, steigt dieser Wert auf 158 Euro pro Quadratmeter. Bis zu diesem Standard kann der Vermieter seine Kosten decken, ohne den Mieter stärker zu belasten. Er muss zwar die Kaltmiete um 0,82 Euro pro Quadratmeter und Monat erhöhen, dem stehen aber Energiekosteneinsparungen von 0,92 Euro pro Quadratmeter und Monat gegenüber. Die Warmmiete erhöht sich nicht.

Musterlösungen für verschiedene Gebäudetypen

Damit die Erkenntnisse der Studie auf andere unsanierte Häuser übertragen werden können, erstellt die dena derzeit wirtschaftliche Maßnahmenpakete und Handlungsempfehlungen für verschiedene Gebäudetypen. Die Veröffentlichung dieser Musterlösungen für Fachplaner und Eigentümer ist für 2011 geplant.